Weicher Grund

Weichgrund – weicher Grund – weicher Boden

Weichgrund – weicher Grund – weicher Boden, 2019/20
Verni Mou, Aquatintaätzung
Auflage: 10 Mappen
Preis: 5.000,- (exkl. Mwst.)

Bei einer Ausfahrt Richtung Reykjavík entdecken wir an einer Hügelkette den Schriftzug, der sich durch fehlendes Moos mitteilt. Hier hat vor Jahrzehnten jemand, durch das gezielte Wegreißen der Moosdecke, eine Botschaft hinterlassen. Uns wird erzählt, dass es vermutlich an die hundert Jahre dauern wird, bis sich die Bodendecke wieder schließt und der Schriftzug verschwindet.
Eine graphische Technik, bei der der Bleistift beim Zeichnen über ein Papier in einen zähen, weichen Grund eindringt, mit dem eine Metallplatte überzogen ist. An den bezeichneten Stellen nimmt das Papier vermittels des Drucks, den die Bleistiftmine erzeugt, den zähen Grund auf, sodass das Metall an diesen Stellen freiliegt. Hier kann in der Folge die Säure das Metall angreifen.
Im ständigen Umdrehen und Zu-Boden-Blicken nehme ich meinen Schuhabdruck im Moos war. Ich versuche so zu gehen, dass ich nichts verletze, und sehe, wie die zuvor betretenen Polster sich wieder aufrichten, an Volumen gewinnen und letztendlich ihre ursprüngliche Form einnehmen. Ein trotz allem schlechtes Gewissen lässt mich wieder auf einen ausgetretenen Weg zurückkehren. Nach einigen hundert Metern auf mir inzwischen langweiligem Grund, aber mit interessierten Blicken nach links und rechts, will ich nichts mehr versäumen und steige wieder in den weichen Boden.
Ich sitze auf einem abgeflachten Stein. Ein Bein ruht im Moos, das zweite liegt angewinkelt am Oberschenkel des ersten: eine Auflage für meine Zeichenunterlage. Gemeinsam mit dem Stein ist man sich hier Möblage genug. Auf der Zeichenunterlage ruht die mit Weichgrund beschichtete und in Papier eingeschlagene Metallplatte. Der Bleistift wird über das Papier in den Weichgrund tauchen. Das Bein ruht im Moos. Der Blick taucht an den Blattstielen über den Stängel entlang zum Grund.
AUF
Das interessiert mich heute nicht wirklich. Ich gehe in der Früh raus und habe Bilder im Kopf – Erwartungen, die man vorzufinden hofft. So ein geistiger Ausmalbogen, der zwar ein Scheitern nahezu unmöglich macht, dies aber auf Kosten eines zeichnenden Erkennens, eines erkennenden Zeichnens.
Das Abenteuer geht verloren. Ich entdecke nichts mehr. Mein Ausmalbogen zeigt mir einen Stein mit Flechten und Moosen bewachsen. Die Flechten stelle ich mir in Schwefelgelb, einem kräftigen Orange und einem hellen wässrigen: nein: in einem silbrig schimmernden Grau vor. Die Moose imaginiere ich mir in einem hellen wässrigen Grün und einem mit Kobaltblau vermischen Chromoxydgrün – so ein geistiger
Ausmalbogen, der zwar ein Scheitern nahezu unmöglich macht, aber ein Entdecken, ein Abenteuer im Erkennen von vornherein ausschließt.
AUS
Ich gehe ein paar Schritte weiter und denke, dass es nicht darum gehen kann, die inneren Bilder mit der mich umgebenden Natur in Deckung zu bringen. Ich werde den Stein, den ich mir zurechtgedacht habe, nicht  finden. Wäre es so, die Überraschung wäre vermutlich groß – die Freude darüber aber nur von kurzer Dauer.
Die Ansichten wechseln in mannigfaltigem Reigen ab, während der Blick sie mit stets gleichmäßiger Heiterkeit erfasst, ohne dass er sich je im Verworrenen und Ungefügen oder im Kleinlichen und Unzulänglichen verliert. Spannend ist es, sich zeichnend im Vorgefundenen zu verlieren. Ich nehme um mich herum kaum etwas wahr. Der halbe Quadratmeter Boden vor mir ist mein Forschungsfeld. Der Bleistift, von der Hand geführt und vom Auge dirigiert, ist gleichzeitig im Vegetativen wie am Papier. So wie er seine Striche am Blatt hinterlässt, so teilt er Blätter, umrandet Ästchen und Kiesel, taucht ins Moos und sticht in Erdkrümel. Im schnellen Hin und Her schafft er Räume.
Im Zeichnen schäle ich mich ins Innere der vor mir ausgebreiteten Pflanzendecke. Der Bleistift deckt das Papier und entkleidet die Natur. Jeder Strich bedingt den nächsten. Der nächste Strich stellt den vorangegangenen in Frage. Jeder Strich lässt mich das vor mir Liegende in seinem Ebenso-Sein erkennen.
Ein Abenteuer. Die Freude darüber ist tatsächlich von Dauer. Zeichnendes Erkennen.
Gestern Abend habe ich im Kaufladen in Stöðvarfjörður ein Buch über die Tiere und Pflanzen Islands gefunden.
Heute, 17. August, 9:40 Uhr, ich verlasse das Haus. Das Außenthermometer zeigt 14 Grad. Ein Blick zum Himmel – blau und ein stark bewegtes Wolkenbild. Leichter Wind. Ich habe meine Zeichenutensilien wie jeden Tag dabei: mein Federpenal mit verschiedenen Bleistiften, einen Gartenmöbelpolster in einem Plastiksack und eine beschichtete Zinkplatte  in einer zusammengeschlagenen Zeitung. Dazugekommen ist das Bestimmungsbuch über die Tiere und Pflanzen Islands.
Heute gehe ich einen anderen Weg und bin überrascht, wie schnell sich der Wechsel vom Ortsgebiet zum Heideland einstellt. Die gerade noch heraufgekommene Straße, vorbei an fünf Häusern und parkenden Autos, mündet in einen schmalen Weg. Natur vor der Haustür. Eine Natur, die dem Isländer so selbstverständlich scheint, dass er ihr keine Aufmerksamkeit schenkt. Eine Viertelstunde später sitze ich im Hang – so eingerichtet, dass die Gräser die Horizontlinie bilden und nur einige Glockenblumen in den Himmel ragen. Zauberhafte Blüten in einem milchigen Lila.
(Eine Farbe – ein Farbklang, den ich mir aus meinem Weiß mische – also Titanoxyd mit Standöl angerieben – Solferinoviolett und Orientblau, beides Kupferdruckfarben der Firma Charbonnel. Mein Weiß reagiert mit Zink. Die Farbe verliert ihre Leuchtkraft. Sie vergraut. Ich denke, dass mein Titanweiß, auch wie in diesem Fall mit anderen Farben vermischt, im Zink eine Reaktion auslöst. Die Farbe wird dunkler, sie verschmutzt. Aber ohne dieses Weiß werden mir die Blüten zu aufdringlich.)
Zauberhafte Blüten. Im Bestimmungsbuch finde ich die Namen: Rundblättrige Glockenblume – Campanula rotundifolia. Dann sehe ich eine Abbildung der Krähenbeere – Empetrum nigrum, die hier immer wieder den Boden bedeckt. Hoch ragt vor mir der Wald-Engelwurz auf – Angelica sylvestris. Und der große Vogel, der sich seit Tagen in meiner Nähe aufhält, mich von Zeit zu Zeit umkreist und keck herüberruft, um sich dann, wie es scheint, immer auf Abstand bedacht, niederzulassen, heißt: Numenius arquata – Brachvogel. Sein langer gebogener Schnabel lässt mich an venezianische Karnevalsmasken denken.
Jetzt weiß ich also die Namen. „Aber Namen sind nicht Schall und Rauch. Namen sind schon Urteile. Namen sind Gehäuse des Wissens, von der Tat, der Hoffnung, der Weisheit vieler Geschlechter bewohnt, wie
Waben von Bienen.“ Und weiter – „Ich wollte ja aber auch nur den Namen erfragen. Was man ‚Alles‘ heißt, ist dem ‚Nichts‘ sehr nahe. In der Mitte schwebt das ‚Etwas‘ – im ‚Etwas‘ schwebt das Ganze, wie die ganze Natur in einer einzigen Pflanze, in einem einzigen Tier gegenwärtig ist. (…) Der Name aber eines solchen Etwas ist nach uraltem Glauben seine tatsächliche Existenz. Was nicht benannt war, konnte nichts sein“, – lese ich bei Wilhelm Lehmann im Bukolischen Tagebuch.
Mir selbst scheint das Benennen einem Inbesitz nehmen gleichzukommen. Dass macht die Zeichnung auch.
Die Stiele neigen sich im Wind, stärkere Böen scheinen diese zarten Blumen zu Boden zu drücken, die Stängel zu knicken. Wenn die Wolkendecke aufreißt und die Sonne die Blüten noch kräftiger zum Leuchten bringt, merke ich eine Leichtigkeit und es erfasst mich eine festliche Stimmung. Ich vergesse alles. Eine unendliche Zufriedenheit umschließt mich. Ich falle aus der Zeit.

Eric Neunteufel, Primmersdorf im Frühsommer 2020

 

 

 

 



 


Bachbeet


Bachbeet 2010/11
Radierung, Siebdruck
Auflage: 8 Mappen
Preis: 5.300,- (exkl. Mwst.)

Der Text „graphik“ ist die Umarbeitung eines Gedichtes von Reinhard Priessnitz. Dasselbe betitelt „tragödie“ befindet sich in dem Band „vierundvierzig gedichte“ edition neue texte, literaturverlag droschl

graphik
mir, da zum wasser ich herbeigeeilt, / nach dem ich ja solange ausschau hielt, bleibt weiss jetzt, was bach ist. / darüber sich die striche rhytmisch stellen, so dass das blattwerk als auch licht, / in einer melodie herniederprasselt, die ihresgleichen in dem weiss jetzt sucht.
- jawohl jetzt flecken, es ist ein wenig kühn; / indes, wie sollt ich´s strichelnd finden: (selbst) ruhelos, von strichen nicht zu fassen, / lass ich das nass vor stock und stein in sinn mir kleben; leg der leere auch, / in der ich eben bin, noch träumerisch, das siebgewebe um (ich will beflecken) / und hol´pre strolpernd in des wassers szenen, erträume flecken - hinterlasse kringel blau, / die, in heitrer erregung übertragen, mir zeigen, was zu zeigen ich versucht bin.


  

 

 

Der Wassermaler

 

Der Wassermaler 2010
Text: Helmut Heißenbüttel
Graphiken: Eric Neunteufel

Der Text „Der Wassermaler“ 1961 von Helmut Heißenbüttel im Walterverlag Olten und Freiburg im Breisgau erstveröffentlicht, wurde von
Eric Neunteufel in 7 Graphiken nachempfunden.
Heute ist der Text in den Textbüchenern 1-6. Klett-Cotta, Stuttgart 1980 zu finden.
Der Bleisatz für den Lauftext aus der 14 Punkt Times-Antique wurde von Friedrich Brandstetter auf einer Linotype-Setzmaschine erstellt.
Die Lithoarbeiten kamen von Angelika Kreilinger. Die Klischees wurden von der Firma Merkur-Repro geätzt. Walter Haunsperger
druckte Text und Bilder in Absprache mit Eric Neunteufel auf einem Heidelberger Tigel auf 150g Hanemühle Büttenpapier.

Papierformat: 23,5 x 35 cm
Druckformat: 18 x 20 cm
Bleisatz: B: 12,5 cm, H: variabel
Auflage: 45 Mappen 
Preis: 900,- € (exklusive 13 % Mwst.)

         
       

 

 

Müßiggang in Bügelfalten

 
Müßiggang in Bügelfalten 1991-94

Über nicht unbedingt notwendige Bewegungsabläufe

Das ist ein Laufen und Springen, Klettern, was heißt Klettern, das ist eher ein Laufen die steilsten und höchsten Felswände hinauf, das ist ein Schießen in Tore, ein Werfen in Körbe, das ist ein Schwimmen in allen Stilen, das ist ein Fahren auf Rädern, ein Fahren in Fahrzeugen jeglicher Art, ein Galoppieren und Traben, ein Gleiten und Rutschen, ein Segeln zu Wasser und durch die Luft, das ist ein Hinabgleiten, ein Wüten querüber die Welt, dass es nur so scheppert. Da bedarf es selbstverständlich der entsprechenden Kleidung, eigener Tracht. Den es wäre ja nicht auszudenken, beginge der Zuschauer den Fehler, einen Körbewerfer mit einem extrem Kletterer zu verwechseln. Da bedarf es schon des unterschiedlischsten Schuwerks. Und die Turnhose soll der Großvater im Schrebergarten tragen. Vorbei sind die Zeitläufe der stolz vor sich hergetragenen Bierbäuche, der Stelzenfriedhöfe, des Mittels Semmelknödeln und anderer Köstlichkeiten strebsam erworbenen Stiernackens. Der Erfolgreiche, die Erfolgreiche haben auszuschauen wie Angehörige der Arbeiterklasse aus dem 19. Jahrhundert. Barocke Körper sind fast nur mehr im Vorstadtgasthaus zu entdecken. Aber selbst die eleganteste, intensivste Bewegungsart gleitet etwas ins gewöhnliche ab, wird sie von zu vielen betrieben. Hundert Golf- oder Tennisspieler sind ja etwas besonderes, Millionen jedoch vermindern das Ansehen des Einzelnen. Ach, könnte doch jeder die Geschichte des Kolonialreiches hinter sich wissen. Wie elegant wären da die Strategien, eine Seeschlacht, wie exklusiv die Kleidung.
Britania rules the Waves. It´s Teatime, Sir. Ach, der britische Rasen. Oh Schlagballspiel mit Punktwertung! Zwei Mannschaften stehen einander gegenüber. Die Schlagpartei besteht aus zwei Schlägern vor den Crickettoren und weitern neun Spielern, die sie ablösen. Die Fangpartei besteht aus einem Werfer, einem Torwächter und neun Feldspielern, und so weiter und so fort. Welch gezügelte Männlichkeit! Was für Bewegungsabläufe auf dem Spielfeld! Und welch Luxus an Zeit! Ganz einfach Zeit zu haben. Mögen andere Spiele nach Sekunden und Minuten gezählt werden; hier dauern Spiele, internationale Spiele, drei bis sechs Tage mit etwa sechs Stunden Spielzeit pro Tag. Und auch der gewöhnliche Mensch kann Teilhaben. Da sind die Dressen zu waschen, zu stärken und zu bügeln. Da sind die Schuhe zu pflegen. Da ist darauf zu Achten, dass alles ordentlich bereit liegt. Man bedenke die drei bis sechs Tage! Ach, wer einmal bei einem Wettbügeln, einem Wettwaschen auf dem Cricketfeld dabei sein durfte.

Die Orthographie des Textes wurde für die Homepage bearbeitet.
Text/Montage: Werner Herbst
Papierformat: 36 x 51 cm
Druckformat: Radierung/Aquatinta: unterschiedlich
Siebdruck: 9 x 9 cm (unregelmäßig)
Die Siebdruckteile entstanden in Zusammenarbeit mit Franz und Guggi Leininger sowie Andreas Stark
Auflage: 14 Mappen  
Preis:  6.500,- € (exklusive 13 % Mwst.)

 

   

 

 

Rasenmähen

 
Rasenmähen 1988

Dass Druckgraphik heute auch in Österreich wieder einen anderen Stellenwert bekommt, ist neben vielen anderen Faktoren auch der Widersetzung gegen jedwede leicht konstruierbare artifizielle Computersprachlichkeit zu sehen. Eric Neunteufel zeigt dies unmissverständlich und fast ein wenig zynisch am Thema Rasen, eine Kategorie, die in vielen Comuterspielen beheimatet ist und dort trotz aller Realimitation niemals jene Aussagestärke bekommt, die in den neun Radierungen in - wenn man so will - Monatsschüben vorgezeigt werden. Neunteufel emanzipiert quasi Objekt und handelndes Subjekt, also Rasen und Rasenmäher oder Rasenbearbeiter, gleichgültig, ob als Mensch oder Werkzeug oder Maschine vorhanden, stellt Natur und Künstlichkeit handlungsmäßig gegenüber und macht aus dem Trivialgeschehen die einmalige Tat: Nicht im Sinn der Momentaufnahme der Fotographie, sondern in einer Art Stimmungsmaschine, die letztlich Tätigkeit von Tätigkeit betroffen sein gleichstellt und damit symbolhaft das Zeichen gibt, dass die Betrachtung der Welt nicht in Antipoden zerfallen muss, auch nicht in der Trivialität des Themas, nicht innerhalb der Zeit, und nicht zwischen Natur und Kultur. Raffiniert, sophistisch und für jeden verständlich diese Umsetzung alter philisophischer Überlegungsstrategien.
Prof. Manfred Wagner

Papierformat: 50 x 29,8 cm
Plattenformat: 26,8 x 16,1 cm
Auflage: 11 Mappen  
vergriffen

 

         

 

 

Wanderweg


Wanderweg 1988

Der Wandersmann trägt auf dem Rücken im Reise Fell, was nit fassen können, der Schiebsack und die Tasche.
Decket sich mit dem Reißmantel.
Hält in der Hand den Wanderstab, daran er sich halte.
Hat von Nöten eine Wegzehrung, welche sich in dem Schiebsack neben dem Fotoapparate finde.
Auch hat er von Nöten einen getreuen und gesprächigen Gefährten, welchen er zeigen möge das Wasser, die Wolken, die Gesangvögel, die Bäume und Felder.
Auch ist er im stande dieselben abzupausen mit dem Licht der Sonne und dem Apparate, welchen er mit sich führt.
Wegen des Fußsteiges, wann es nit ist ein gebahnter Pfad, verlasse er nit die Landstraße.
Die Abwege und Scheidwege betriegen und verführen an unwegsame Oerter.
Nit so sehr die Krummwege und Kreuzwege; Demnach so forsche er bey den begegnenden, welche Weg er gehe müsse.
Die Bitte, der Fremde moege mit dem Apparate die beiden Wandergefährten auf einem Foto zur Ansicht bringen, findet Gefallen und macht später erinnern.
 
Erweiterter Text aus der Bilderfibel „Orbis sensualium pictus“ (1653, Die sichtbare Welt);
Comenius, Johann Amos, 1592 - 1670

Die beiden Wanderer tragen einen Fotoapparat mit sich. Wird von dem Apparat oft gebrauch gemacht, ist darauf zu achten die ganze Wanderung auf die bestmögliche Abbildbarkeit der Natur auszurichten und das eigene Verhalten darauf abzustimmen, ein gutes Bild im Album abzugeben. Nur so kann es nämlich im abwechselnden Gebrauch des Apparates geschehen, dass sich einer der Beiden in sein Bild plus Natur umwandelt. Je abgepauster -  desto Erlebnis.
„Den Blick schweifen lassen“ wird zu einem unentwegten Ausschnitt suchen und - finden.
Die Ausschnitte sind nur scheinbar selbst gewählt.
Die Abpause der Fotos (mittels des Übertragens auf die Kupferplatte) stellt dem auf dem Foto abgelichteten in der Form dar, wie sich umgekehrt beimWanderer, während des fotografiert werdens, ein abgepaustes Verhalten einstellt.

Papierformat: 35 x 52 cm
Druckformat: 20 x 20 cm
Technik: Radierung/Aquatinta
Auflage: 15 Mappen  
Preis: 4.000,- € (exkl. Mwst.)

   


 


 

Warum die Sonne scheint, wenn ich aufgegessen habe


Warum die Sonne scheint, wenn ich aufgegessen habe
1988

Eric Neunteufel und Joachim Kern

Papierformat: 50 x 70 cm
Druckformat: variabel
Technik: Linolschnitt
Auflage: 15 Mappen  
Preis: 5.000,- € (exkl. Mwst.)

 

  

  
 

 

 

Wunschkonzert


Wunschkonzert 1999

Sehnsucht, Einsamkeit, Heimat, Sentimentalität, Kitsch ... All diese Begriffe werden zum Thema "Wunschkonzert" assoziert.

"An gemeinsamen Drucktagen im Atelier haben wir immer wieder im Radio Burgenland das Wunschkonzert gehört. Einerseits um die Sentimentalität anderer zu belächeln, andererseits hat uns die eigene manchmal eingeholt ..."


Radierung, Siebdruck und Linolschnitt
Die Linolschnitte sind größtenteils von Joachim Kern

Papiergröße: 36,8  x 52 cx
Druckformat: variabel
Auflage: 20 Mappen  
Preis: 6.000,- € (exkl. Mwst.)

      
 

 

 

Hunderennen


Hunderennen 1997

Graphikmappe mit 9 Blättern
Radierung und Siebdruck